Fließbandabstimmung (RPW)

Arbeitsgänge mit der Ranked-Positional-Weight-Heuristik auf Stationen verteilen. Taktet eine Montagelinie für eine Soll-Taktzeit mit der…

Taktet eine Montagelinie für eine Soll-Taktzeit mit der Ranked-Positional-Weight-Heuristik (RPW) unter Vorrangbeziehungen aus. Liefert Stationen, Bandwirkungsgrad, Abstimmungsverlust und Glättungsindex.

So funktioniert die Linienaustaktung nach Positionsgewichten

Die Fließbandabstimmung verteilt Arbeitselemente so auf Stationen, dass jede Station innerhalb der Soll-Taktzeit bleibt und zugleich die Vorrangbeziehungen einhält — ein Vorgang kann nicht vor seinen Vorgängern beginnen. Ziel sind möglichst wenige Stationen mit möglichst gleichmäßiger Auslastung.

Die Ranked-Positional-Weight-Methode (Helgeson & Birnie, 1961) bewertet jeden Vorgang mit seiner eigenen Zeit plus den Zeiten aller Vorgänge, die ihm folgen müssen. Die Vorgänge werden dann in absteigender Gewichtsreihenfolge der frühesten Station zugeordnet, die sowohl Kapazität hat als auch bereits alle Vorgänger enthält — Vorgänge dürfen eine Station mit ihren Vorgängern teilen, weil die Arbeitsfolge innerhalb der Station die Vorrangbeziehungen wahrt.

Drei Kennzahlen fassen das Ergebnis zusammen: Bandwirkungsgrad = Gesamtvorgangszeit ÷ (Stationen × Taktzeit); Abstimmungsverlust = 100% − Wirkungsgrad, also der Anteil bezahlter Zeit, der ungenutzt verstreicht; und der Glättungsindex, die Wurzel aus der Quadratsumme der Abweichungen der Stationslasten von der am stärksten ausgelasteten Station — 0 bedeutet eine perfekt gleichmäßige Linie.

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Zugehörige Normen & Literatur

Häufig gestellte Fragen

Welche Taktzeit soll ich eingeben?

Gehen Sie vom Kundentakt aus (verfügbare Zeit ÷ Bedarf) und ziehen Sie einen Zuschlag für Streuung und kleine Stopps ab, typischerweise 5-15%. Die Taktzeit muss mindestens so lang sein wie Ihr längster unteilbarer Vorgang, sonst ist das Problem unlösbar.

Warum liegt die Stationszahl über dem theoretischen Minimum?

Vorrangbeziehungen und unteilbare Vorgangszeiten machen die untere Schranke oft unerreichbar — z. B. können zwei Vorgänge von je 6 Minuten keine 10-Minuten-Station teilen, auch wenn die Gesamtzeit es nahelegt. Eine Station über der Schranke ist üblich und meist akzeptabel.

Wie gebe ich parallele Zweige ein?

Führen Sie jeden Vorgang genau einmal mit seinen eigenen Vorgängern auf; Zweige teilen sich schlicht einen Vorgänger und laufen dort wieder zusammen, wo ein späterer Vorgang beide Zweigenden auflistet. Die RPW-Gewichte priorisieren den längeren Zweig automatisch.