Lagerumschlagsrechner
Lagerumschlagshäufigkeit, Lagerdauer und GMROII berechnen. Berechnet Lagerumschlagshäufigkeit (Umsatzkosten / Durchschnittlicher Bestand), Lagerdauer und…
Berechnet Lagerumschlagshäufigkeit (Umsatzkosten / Durchschnittlicher Bestand), Lagerdauer und optional die Bruttorendite auf Bestandsinvestition (GMROII). Kennzahlen für die Bestandseffizienzanalyse.
Was ist die Lagerumschlagshaeufigkeit und warum ist sie wichtig?
Die Lagerumschlagshaeufigkeit misst, wie oft ein Unternehmen seinen Bestand in einem Zeitraum verkauft und erneuert. Berechnet als Umsatzkosten / Durchschnittlicher Bestand.
Die Lagerdauer (DSI) konvertiert die Umschlagshaeufigkeit in Tage. DSI = 365 / Umschlagshaeufigkeit. Branchenbenchmarks: Lebensmittel (20-30 Tage), Einzelhandel (40-60), Industrie (60-120).
GMROII misst den Bruttogewinn pro investiertem Euro im Bestand. GMROII = Bruttogewinn / Ø Bestand × 100%. Ueber 200% gilt als gut.
Formula: Umschlagshäufigkeit = Umsatzkosten / Ø Bestand Lagerdauer = Periodentage / Umschlagshäufigkeit Versorgungswochen = Lagerdauer / 7 GMROII = (Bruttogewinn / Ø Bestand) × 100%
Berechnungsbeispiel
Umsatzkosten = $2.400.000, Ø Bestand = $400.000, Bruttogewinn = $960.000. Umschlag = 6,0. Lagerdauer = 60,8 Tage. GMROII = 240%.
Wann Sie diesen Rechner verwenden sollten
- Ein Finanzanalyst bewertet die Bestandseffizienz als Teil der Working-Capital-Optimierung
- Ein Kategorie-Manager vergleicht die Umschlagshäufigkeit verschiedener Produktlinien zur Identifizierung von Langsamdrehern
- Ein CFO bewertet das in Beständen gebundene Kapital und den Return on Inventory Investment (GMROII)
- Ein Supply-Chain-Direktor benchmarkt Bestandsreichweite gegen Branchenvergleiche in Quartalsreviews
Häufige Fehler, die vermieden werden sollten
- Umsatz statt Herstellungskosten (COGS) für die Umschlagshäufigkeit verwenden — Umsatz enthält Aufschläge und übertreibt die Kennzahl
- Periodenendbestand statt Durchschnittsbestand verwenden — Endwerte können durch saisonale Aufbauten verzerrt sein
- Umschlagshäufigkeiten branchenübergreifend ohne Kontext vergleichen — Lebensmittelhändler drehen 15x/Jahr, Juweliere 1-2x
- GMROII bei hohem Umschlag ignorieren — 20 Umschläge bei 2% Marge können weniger Gewinn pro Bestandseuro generieren als 4 Umschläge bei 40%
Wie die Ergebnisse zu interpretieren sind
- Bestandsreichweite (DSI) über 90 Tage deutet in den meisten Branchen auf Langsamdreher hin, die Working Capital binden
- GMROII über 200% gilt generell als stark; unter 100% bedeutet unzureichende Bruttomarge zur Rechtfertigung der Bestandsinvestition
- Wochen der Bestandsreichweite korrelieren direkt mit dem Cash-Conversion-Cycle — 1 Woche weniger setzt ca. 2% des jährlichen COGS frei
Verwandte Standards & Referenzen
- APICS/ASCM Dictionary — definiert die Lagerumschlagshäufigkeit (COGS ÷ durchschnittlicher Bestand) und die Lagerreichweite in Tagen (DSI)
- GMROII (Bruttomargenrendite auf die Bestandsinvestition) — eine Kennzahl des Handels-Management-Accounting, kein formaler Standard, die die Bruttomarge zur Bestandsinvestition in Beziehung setzt
- Cash Conversion Cycle (CCC) — verknüpft die Lagerreichweite in Tagen mit dem Working-Capital-Management in der Finanzberichterstattung
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Umschlagshaeufigkeit?
Branchenabhaengig: Supermaerkte 14-20, Einzelhandel 4-8, Fertigung 4-6, Schwermaschinenbau 1-3. Vergleichen Sie mit Branchenkollegen.
Kann die Umschlagshaeufigkeit zu hoch sein?
Ja. Extrem hoher Umschlag kann auf unzureichenden Bestand hinweisen, was zu Fehlmengen fuehrt. Ziel ist Maximierung ohne Einbusse beim Servicegrad.