Thermischer Komfort (PMV/PPD) Rechner

Vorhergesagtes mittleres Votum und Unzufriedenheit nach ISO 7730 berechnen. Implementiert das Fanger PMV/PPD-Modell nach ISO 7730 zur Vorhersage des…

Implementiert das Fanger PMV/PPD-Modell nach ISO 7730 zur Vorhersage des thermischen Komforts basierend auf Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Feuchtigkeit, Metabolismus und Bekleidung.

Was ist das PMV/PPD-Modell für thermischen Komfort?

Das Predicted Mean Vote (PMV)-Modell von P.O. Fanger, standardisiert in ISO 7730, sagt die durchschnittliche thermische Empfindung einer Gruppe auf einer 7-Punkte-Skala von -3 (kalt) bis +3 (heiß) vorher. Es kombiniert sechs Faktoren: Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Feuchtigkeit, Metabolismus (met) und Bekleidungsisolation (clo).

Die Predicted Percentage Dissatisfied (PPD) wird aus dem PMV abgeleitet. Selbst bei PMV=0 beträgt die PPD 5% aufgrund individueller Variation. ISO 7730 Kategorie B erfordert -0,5 ≤ PMV ≤ +0,5 bzw. PPD < 10%.

Metabolische Rate in met (1 met = 58,2 W/m², sitzend ruhend). Tippen ~1,1 met, Steharbeit ~1,6 met, schwere Arbeit ~3–4 met. Bekleidung in clo (1 clo = 0,155 m²·K/W). Sommerkleidung ≈ 0,5 clo, Winter-Innenkleidung ≈ 1,0 clo.

Formula: PMV = f(Ta, Tr, v, RH, M, Icl) PPD = 100 - 95 × exp(-0.03353 × PMV⁴ - 0.2179 × PMV²)

Berechnungsbeispiel

Büro: Luft 23°C, Strahlung 22°C, Luft 0,1 m/s, Feuchte 50%, 1,1 met, 0,9 clo. PMV ≈ -0,2 (leicht kühl). PPD ≈ 6%. ISO 7730 Kategorie A — ausgezeichneter Komfort.

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Verwandte Normen und Referenzen

Häufig gestellte Fragen

Warum empfinden Menschen im selben Raum die Temperatur unterschiedlich?

Individueller Komfort variiert durch Unterschiede in Metabolismus, Körperbau, Kleidung, Aktivität, Alter und Akklimatisierung. Das PMV-Modell sagt die Gruppenantwort vorher — selbst bei optimalen Bedingungen sind 5% unzufrieden. Persönliche Kontrolle (Tischventilator, variable Kleidung) ist am effektivsten.

Wie beeinflusst die Luftgeschwindigkeit den thermischen Komfort?

Erhöhte Luftgeschwindigkeit verstärkt konvektive und evaporative Wärmeabgabe. Unter neutraler Temperatur verursacht Zugluft Unbehagen. Über neutral kann moderate Luftbewegung (0,2–0,5 m/s) 2–3°C Überschuss kompensieren. ISO 7730 begrenzt auf 0,15 m/s im Winter, 0,25 m/s im Sommer.