Mischgas-UEG-Rechner

Berechnung der unteren Explosionsgrenze von Gasgemischen nach Le Chatelier. Berechnet die kombinierte untere Explosionsgrenze (UEG) von Gasgemischen nach dem…

Berechnet die kombinierte untere Explosionsgrenze (UEG) von Gasgemischen nach dem Le-Chatelier-Prinzip. Eine Mischungs-UEG unter 10% gilt als sicher; 10-25% erfordert Vorsicht; über 25% ist gefährlich.

Was ist Le Chateliers Regel für gemischte UEG?

Le Chateliers Regel (1891) berechnet die untere Explosionsgrenze (UEG) eines Gasgemischs aus den individuellen UEG-Werten und Konzentrationen der Komponenten. Die UEG ist die Mindestkonzentration, bei der ein Gas-Luft-Gemisch zündfähig ist.

Formel: UEG_mix = 100 / Σ(yi/UEGi). %UEG = Gesamtkonzentration / UEG_mix × 100. Die Methode setzt ähnliche Verbrennungschemie der Komponenten voraus.

Industrielle Schwellenwerte: unter 10% UEG ist sicher, 10–25% UEG erfordert Vorsicht und kontinuierliche Überwachung, über 25% UEG ist gefährlich — Evakuierung und Belüftung erforderlich.

Formula: LEL_mix = 100 / Σ(yi / LELi) %LEL = (Gesamtkonzentration / LEL_mix) × 100 mit yi = Vol.-% jedes brennbaren Gases

Berechnungsbeispiel

Gemisch mit 1,5% Methan (UEG 5,0%) und 0,8% Propan (UEG 2,1%). %UEG = (0,30+0,381)×100 = 68,1%. Gefährlich (>50%) — sofort evakuieren und belüften.

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Verwandte Normen und Referenzen

Häufig gestellte Fragen

Gilt Le Chateliers Regel für alle Gasgemische?

Sie funktioniert gut für ähnliche Kohlenwasserstoffgemische. Weniger genau bei Wasserstoff (sehr hohe Flammengeschwindigkeit), reaktiven Gasen oder stark unterschiedlichen UEG-Werten. Bei kritischen Sicherheitsentscheidungen experimentelle Tests verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen UEG und OEG?

UEG ist die Mindestkonzentration für Zündung (zu mager darunter). OEG ist das Maximum (zu fett darüber). Explosionsbereich: Methan 5–15%, Wasserstoff 4–75%, Acetylen 2,5–100%. Gas über OEG ist weiterhin gefährlich, da Verdünnung mit Luft es durch den Explosionsbereich führt.

Bei welchem %LEL-Wert sollte evakuiert werden?

Bewährte Praxis in der Industrie ist: unter 10 % LEL für sicheres Arbeiten und die Ausstellung von Heißarbeitserlaubnissen, 10-25 % LEL als Warnbereich (verstärkte Lüftung, keine Heißarbeiten, kontinuierliche Überwachung) und über 25 % LEL für sofortige Evakuierung. Manche Unternehmen verwenden eine konservativere Evakuierungsschwelle von 20 % LEL. Für enge Räume verlangt OSHA, dass die Atmosphäre vor der Einstiegsfreigabe unter 10 % LEL liegt.