Rechner für die Automobiltechnik
Rechner für Antriebsstrang, EV-Ladung, Bremsweg, Reifen und Getriebeübersetzung für Automobilingenieure, Flottenbetreiber und Enthusiasten.
Verfügbare Werkzeuge
- Drehmoment / Leistungsumrechner: Umrechnung von Drehmoment- und Leistungseinheiten
- Batterielaufzeit-Rechner: Laufzeit aus Kapazität und Last berechnen
- Kraftstoffverbrauchsrechner: Umrechnung zwischen km/L, L/100km, MPG (US/UK)
- EV-Ladezeit-Rechner: Ladezeit für Elektrofahrzeuge berechnen
- Reifengrößen-Vergleich: Zwei Reifengrößen vergleichen
- Übersetzungs-Rechner: Übersetzungsverhältnis, Drehzahl und Drehmoment berechnen
- Bremsweg-Rechner: Berechnung des Anhaltewegs aus Geschwindigkeit, Reibung und Steigung
- EV-Ladeverlust-Rechner: Energieverlust und Effizienz beim Laden von Elektrofahrzeugen berechnen
Ingenieurarithmetik für das Fahrzeug
Fahrzeugarbeit mischt Antriebsstrang, Fahrwerk und Elektrik, und jeder dieser Bereiche hat seine eigene Überschlagsrechnung, die vor jedem Prüfstandsversuch oder jeder Straßenfahrt stimmen muss. Dieser Werkzeugkasten deckt die Berechnungen ab, die ein Antriebsstrangingenieur, EV-Flottenbetreiber oder fahrbegeisterter Anwender wiederholt durchführt: Getriebeübersetzungen kombiniert mit der Hinterachsübersetzung zu Raddrehzahl und theoretischer Höchstgeschwindigkeit, Bremsweg aus Verzögerung und Anfangsgeschwindigkeit, Verbrauchsumrechnung zwischen l/100 km, MPG (US), MPG (imperial) und km/l sowie Ladezeit aus Batteriekapazität, AC-/DC-Ladeleistung und Wirkungsgradverlust. Jedes Werkzeug isoliert eine einzige Übertragungsfunktion, damit die Eingangsannahmen sichtbar bleiben und die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Ziel ist nicht der Ersatz einer Fahrzeugsimulationssoftware, sondern ein einheitenkonsistenter Arbeitszettel für das tägliche Ingenieururteil, der in SI, US-amerikanischen und älteren japanischen/deutschen Spezifikationen gleichermaßen funktioniert.
Für wen diese Rechner gedacht sind
Die vorgesehenen Nutzer sind Antriebsstrangingenieure, die Getriebeübersetzungen gegen Motor-Drehmomentkennlinien dimensionieren, Ladeinfrastrukturplaner, die Stationsleistung gegen Flottendurchsatz abwägen, Flotten- und TCO-Analysten, die Verbrauchsdaten in Betriebskostenschätzungen übersetzen, fahrbegeisterte Anwender, die Getriebestaffelungen abstimmen oder Aftermarket-Angaben vergleichen, und Studierende, die lernen, wie Typenschildangaben mit dem Fahrverhalten zusammenhängen. Die Rechner setzen Vertrautheit mit grundlegender Fahrzeugterminologie voraus — Drehmoment, Drehzahl, Ladezustand, Reibbeiwert — und bleiben bewusst auf der Ebene konzentrierter Parameter. Sie ersetzen keine vollwertigen Fahrdynamikpakete wie CarMaker oder AVL Cruise und auch keine transiente Bremssimulation, die ABS, Reifenschlupfkurven oder thermisches Fading modelliert. Sobald Fragen die Kalibrierung der Fahrstabilitätsregelung, die Analyse von Crashpulsen oder homologationsrelevante Emissionsmodelle betreffen, bleibt dedizierte Fachsoftware das richtige Werkzeug.
Normen und Referenzformeln
Die Berechnungen folgen den üblichen Konventionen der Automobilnormungsgremien. Fahrdynamikterminologie orientiert sich an SAE J670. Die EV-Ladeberechnung verweist auf SAE J1772, CCS (Combined Charging System) und die Leistungsbereiche des CHAdeMO-Steckers, mit Kommunikationsprotokollen nach ISO 15118 und induktiver Energieübertragung nach SAE J2954. Bremsenergie und Anhaltewegschätzungen nutzen die Lehrbuchbeziehung d = v²/(2·μ·g) mit μ als effektivem Reibbeiwert zwischen Straße und Reifen, in Einklang mit den Verzögerungsschwellen für die Betriebsbremse nach UN ECE R13. Verbrauchsumrechnungen folgen den WLTP-Berichtskonventionen und der Hybridenergiebuchhaltung nach SAE J1711/J2262, soweit anwendbar. Rollwiderstandsbeiwerte verweisen auf ISO 28580. Die Arithmetik der Getriebeübersetzung nutzt die Kettenregel über Getriebe, Verteilergetriebe und Hinterachse. Ergebnisse werden als Ingenieurschätzwerte dargestellt — nützlich für Auslegung, Spezifikationsvergleich und Plausibilitätsprüfung, nicht für Typzulassungen.
Rahmen und Grenzen
Dieses Werkzeugpaket ist bewusst schmal gehalten. Es führt keine vollständige Fahrdynamiksimulation durch: kein Sechs-Freiheitsgrad-Karosseriemodell, keine Fahrwerkskinematik, keine Reifenschlupfkurven und keine Pacejka-Koeffizienten. Es modelliert keine ADAS-Szenarien, keine Sensorfusion und keine Pfadplanung. Batterieberechnungen bleiben auf Packebene bei Kapazität, C-Rate und Ladewirkungsgrad — Zellelektrochemie, SEI-Wachstum, thermisches Durchgehen und Impedanzspektroskopie liegen außerhalb des Rahmens. Fahrzyklusanalysen beschränken sich auf Mittelwertbetrachtungen; transiente WLTP-, FTP-75- oder RDE-Integrationen gehören in die Zertifizierungssoftware. Es wird kein Bericht erzeugt, der in einem Markt die behördliche Typzulassung erfüllt. Die Ergebnisse sind Ingenieurnäherungen für Spezifikationsarbeit, Flottenplanung und Enthusiasten. Für Seriencarkalibrierung, Crashtests, Emissionszertifizierung oder sicherheitsrelevante Regelungsentwicklung verwenden Sie geeignete validierte Werkzeugketten und messtechnisch ausgerüstete Fahrzeuge.